Wochenbettdepression – die hässliche Fratze hinter der Maske

An meinen Babyblues kann ich mich noch sehr gut erinnern.Tränen,Angst alles nicht zu schaffen . Selbstzweifel weil ich nicht stillen konnte….

Doch hält dieser Babyblues länger als 14 Tage an spricht man von einer postnartalen Depression/ oder auch Erschöpfungsdepression. Sie kann noch 2 Jahre nach der Geburt auftreten und geht nicht einfach von alleine wieder weg.



Auch ich war davon betroffen allerdings nicht im klassischen Sinne (mehr dazu später)

Man schätzt jede 5. Frau ist davon betroffen.Doch wo sind denn die da alle ? 

Genau nirgendwo den offiziell geht es allen ja soooo gut.Das macht mich traurig und ein Stück weit auch wütend….
Wir verleugnen uns lieber selbst, wir spielen etwas vor das Falsch! ist.

Eine gute Freundin von mir war auch betroffen und ihr Mann gab sich sehr grosse Mühe damit das Ganze zu verdrängen.

Eines Tages es war auch so um Weihnachten herum erzählte sie mir im Vertrauen “das sie am liebsten nicht mehr leben würde”.

Ich war geschockt denn einerseits hatte ich an ihrer Stimmungslage nichts bemerkt und auf der anderen Seite über die Aussage!

Ich stellte ihreren Mann vor die Wahl entweder gehst du mit ihr zum Arzt oder ich ruf den Notruf.

Das ist ein Problem denn aus falschem Scham versuchen die Mütter so lange wie möglich ihr “Super Mami “Image aufrecht zu erhalten.

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Denn in der Gesellschaft hat es keinen Platz für schwache Männer/Frauen.

Ja genau auch Männer können daran erkranken. Etwa 4 % schätzt man.

Die Ursachen von Depressionen bei Vätern nach der Geburt sind noch weitgehend unbekannt. Man nimmt jedoch an, dass der aufwühlende Eindruck der Geburt oder auch die besonderen psychischen und physischen Herausforderungen der neuen Situation eine Rolle spielen. (Quelle : urbia)

☆☆☆☆☆☆☆☆☆

Auslöser der Wochenbettdepression bei Frauen sind :

  • Hormonumstellung
  • Angst
  • Neue Erfahrungen
  • Gefühle der Überlastung
  • Unbekannte Aufgaben


Die Kinderbetreuung ist emotionale und körperliche Schwerarbeit die den Eltern vor allem in den ersten Monaten alles abverlangt. 

Das damit einher gehende Schlafdefizit und die gewaltigen hormonellen Umstellungen nach der Geburt und während der Stillzeit sind Faktoren, die schwere Erschöpfungszustände begünstigen.(Quelle swissmom).

Ja und nun zu mir beim ersten Kind war alles in Ordnung.Die erste Zeit war hart aber ich habe sie dennoch gut gemeistert.

Auch beim zweiten Kind stellte ich mich auf einen reibungslosen Ablauf ein…doch alles war anders als erwartet…

Das zweite Kind war da und der Babyblues auch,dieser verschwand in den nächsten Tagen auch.Der Alltag begann es gab wenig Schlaf, viel das sich einspielen musste mit zwei Kindern aber ich hatte ein gutes Gefühl.

Nach exakt 3 Monaten kamen bei mir unerklärliche Schmerzen in der Beckengegend hinzu.

Ich lief von A nach B doch kein Arzt konnte sich erklären was ich habe.

Nichts wurde gefunden niemand half mir ich hatte permanent Schmerzen und das über 10 Wochen. 

Ich war richtig verzweifelt bis mir eine Ärztin sagte ich sollte mal zum Psychologen das wäre ein Depression. 

Ich würde richtig wütend  was bildete sich die “Tussi in Weiss” ein .Doch sie hatte Recht ich litt unter einen maskierten Depression!

Was das ist und was der Unterschied zwischen einer maskierten und einen klassischen Depression ist das erkläre ich euch in meinem nächsten Beitrag.

Ich werde über das Thema noch ausführlicher berichten denn mir ist  es ein Anliegen das diese Frauen eine Stimme bekommen,denn bleibt sie unerkannt kann es gefährlich werden.

3 Kommentare

  1. Hallo Judi danke für deine netten Worte. Ich hab mich damals echt alleine gefühlt und ich hoffe das ich mit meinem Post vielen Frauen helfen kann.
    Ich finde die Aufklärung sehr wichtig denn viele wissen gar nicht was das ist geschweige denn das man das bekommen kann.Ärzte und Hebammen sollten mehr informieren DAS FINDE ICH SO wichtig! Lg Missionmom

  2. Hallo Mission Mum! Ich kann mich gut hineinfühlen in das, was du schreibst – ich war selbst von einer postpartalen Depression betroffen (habe in meinem Blog viel darüber geschrieben). Danke für deine Offenheit. Es wird jeder betroffenen Frau weiterhelfen – man fühlt sich weniger alleine und verstanden. Alles Liebe Judi

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