Babyblues oder Wochenbettdepression? + Selbsttest

Wochenbett, Babyblues

Babyblues oder Wochenbettdepression

An meinen Babyblues kann ich mich noch sehr gut erinnern. Und jeder der schon einmal einen Babyblues erlebt hat, wird wahrscheinlich jetzt schmunzeln.

Plötzlich kullerten Tränen, völlig überraschend  brach ein regelrechter Gefühltornado über mich herein. Er wirbelte meinen Gefühle total durcheinander, liess mir kaum Zeit, Luft zu holen . Eigentlich wusste ich ja was auf mich zukommt nach der Geburt. Aber dieses Mal traf mich der Babyblues härter und länger. Zeitgleich heulte sich bei mir eine gute Freundin aus, die gerade von ihrem Freund verlassen wurde. Ihr könnt euch sicher gut vorstellen, wie elend ich mich danach gefühlt habe. Ich versuchte irgendwie mit letzter Kraft meine Freundin zu trösten, denn sie tat mir wirklich leid. Aber als sie gegangen war, heulte ich denn ganzen Abend. Ja, was Hormone alles anstellen können 😉

Wochenbettdepression

Nach etwa 3 Tagen, war ich wieder ganz die Alte. Yeah! dass Leben zu Viert konnte beginnen. Ich freute mich total auf zu Hause. Ich war froh alles geschafft zu haben. Mein kleiner Schatz schlummerte in seinem Bettchen. Ich liebte ihn von ganzen Herzen. Während ich ihn ansah, malte ich mir unserer Zusammenleben in den schönsten Farben aus. Am 5.Tag wurden wir endlich entlassen. Jetzt konnte  es losgegangen!

Endlich waren wir Zuhause…

Mein Schatz entwickelte sich gut, allerdings wurde er alle zwei Stunden wach. Diese Zeit war seeeehr anstrengend für mich, zum Glück half mir mein Mann wo es nur ging. Der Alltag spielte sich ein und mein Kleiner Wurm kam nur noch alle vier Stunden. Ich war happy, dass sich alles so gut eingespielt hat. Eines Morgens wachte ich mich höllischen Schmerzen in der BLasengegend auf. Scheisse! Schon wieder eine Blasenentzündung, dachte ich mir. Doch der Arzt fand keinerlei Bakterien. Ratlos schickte er mich mit einer Packung Antibotika nach Hause. Es half natürlich nichts!

Plötzlich starke Schmerzen…

Scheisse, ich war echt am Ende. Keine Hilfe in Sicht. Ich quälte mich ab nun Tag für Tag durch den anstrengenden Alltag, die Schmerzen  liessen mir kaum Luft zum atmen. Ich war völlig hoffnungslos, kein Arzt fand eine Ursache. Um es kurz zu machen, ich lief von Arzt zu Arzt und jedes Mal wurde nichts gefunden. Könnt ihr euch vorstellen wie hoffnungslos ich mich fühlte. Ich hatte Angst, ab nun immer mit den Schmerzen leben zu müssen.

Ich war völlig am Ende. Dazu der Kaiserschnitt, der immer noch höllisch weh tat. Also das volle Programm.

WAS? Ich eine Wochenbettdepression??!

Trotzdem gab ich nicht auf, ich liess mich von  Kopf  bis Fuss durchchecken. NICHTS! Als ich mal wieder im Wochenende im Notfall sass, kam die Ärztin zur gleichen Diagnose. aber sie vertrat noch einen ganz neuen Ansatz “ Es könnte eine Wochenbettdepression sein“.

Im ersten Moment war ich echt beleidigt. Was ich? Mir ging es doch gut psychisch, auf jeden Fall bis auf meine blöden Schmerzen .

Wochenbettdepression


Diagnose maskierte  Wochenbettdepression

Und genau das war mein Problem, ich dachte gar nicht an eine Depression, denn meine Stimmung war nicht schlecht. Ich wusste nicht einmal das es eine maskierte Depression gibt. Ich dachte bei einer Depression ist man nur traurig, aber ich konnte mich doch freuen und Spass haben, dass passte sogar nicht zu der Diagnose : Depression.

Fakten zur Wochenbettdepression

  • Man schätzt, dass bei über der Hälfte der Menschen, die einen Arzt konsultieren, eine „larvierte“ Depression vorliegt! (Menschen mit körperlichen Beschwerden, die ein psychisches Syndrom maskieren). Trotzdem wird sie oft nicht erkannt oder unterschätzt.
  • Wikipedia sagt folgendes dazu:Die larvierte Depression ist eine Sonderform (ein Subtyp) einer depressiven Störung. Sie wird auch somatisierte oder maskierte Depression genannt. Im Vordergrund stehen körperliche Symptome. Die Depression wird im Körper erlebt („vitalisiert“). Es finden sich Kopfschmerzen, Schwindel,Rückenschmerzen, Atembeschwerden, Herzbeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, Unterleibsbeschwerden zusammen mit den typischerweise auftretenden Symptomen von Appetitlosigkeitmit Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Vitalstörungen.*Quelle:Wikipedia
  • Schätzungsweise etwa zehn bis 15 Prozent aller Mütter sind von einer Wochenbettdepression betroffen. Auch manche Väter entwickeln eine postnatale Depression, entweder als Folge der mütterlichen Wochenbettdepression oder unabhängig davon.Postpartale Angstzustände werden als eigenständige Kategorie betrachtet, da eine Angststörung nicht notwendigerweise eine Depression mit sich bringt. Eine unbehandelte Angststörung nach der Geburt kann sich allerdings zu einer Wochenbettdepression entwickeln. Quelle: netdoktor.de
  • Typische Symptome sind Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Leere, sexuelle Unlust, Traurigkeit, Schuldgefühle, mangelndes Selbstvertrauen, Schlaf- und Appetitstörungen, Ängste, Panikattacken, Zwangsgedanken, sozialer Rückzug bis zu Selbstmordgedanken. Auch ablehnende Gefühle dem Kind gegenüber können sich durch eine Wochenbettdepression äussern. Oft bestehen auch körperliche Beschwerden wie z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen und Muskelverspannungen. Quelle: Swisscom.ch

Quelle: www.wenzlaff.de

Bin ich depressiv?

Hier gehts zum Selbsttest

Wie geht es nun weiter?

  • Solltest du das Gefühl haben du bist betroffen wende dich an einen Arzt deines Vertrauens Hausarzt oder Frauenarzt evtl. auch Hebamme.
  • Weihe eine gute Freundin ein die dich unterstützen kann auch mit den Kindern. Das wichtigste ist das du Hilfe annimmst !!!
  • Scheu dich nicht davor. Ich habe in meinem Umkreis noch 3 weitere Frauen gehabt die betroffenen waren, es kommt gar nicht so selten vor.

Es geht dir bald besser auch wenn Du daran jetzt noch nicht glaubst. Solltest du eine Freundin oder Verwandte haben auf die solche Symtome zutreffen sprich sie an biete ihr Hilfe an unterstützte sie den manchmal ist es einem selber nicht bewusst!!!!

Was kannst du sonst noch tun :

Suche Gleichgesinnte im Forum oder in deiner Umgebung, es tut gut darüber zu reden. Überwinde dich raus an die frische Luft zu gehen. Bewegung verbessert deine Laune. Melde dich in einem Fitnesscenter an mit Kinderbetreuung, du kannst dein Kind abgeben und etwas für dich tun!!!

Achtung: Mangelerscheinungen

Körperliche Mangelerscheinungen können ebenfalls Depressionen auslösen, z.B. ein starker Blutverlust bei der Geburt oder Vitamin- oder Mineralstoffmangel durch einseitige Ernährung.(Quelle: postnartale-depressionen.ch)
Lass unbedingt deine Eisenwerte sowie deinen Vitamin B12 Spiegel messen, hast du zu wenig begünstigt das eine Depression!!!

Hat Dir ins Beitrag gefallen, dann bitte unterstütze meinen Artikel und teile ihn in den sozialen Netzwerken, damit die Krankheit endlich kein Tabuthema mehr ist. Ich hoffe dieser Beitrag erreicht ganz viele Frauen. Sowas darf einfach nicht totgeschwiegen werden.

Bis bald

Mission Mom

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2 Kommentare

  1. Hallo Priska, danke für deine Antwort. Ja, darüber zu sprechen war mir sehr wichtig. Eine Wochenbettdepression wird von allen totgeschwiegen. Ärzte und Hebammen hätten die Pflicht, darüber aufzuklären. Das ist echt total verantwortungslos. Ich hab mich damals sehr alleine gefühlt. Ich hoffe ich erreiche mit dem Beitrag ganz viele Frauen.

  2. Danke, dass ihr auch über schwierige Themen spricht. Zum Glück hatte ich keine Depressionen, aber ich kenne Frauen und diese litten, zusätzlich zur Depression, unter Scham- und Schuldgefühlen. Herzlich. Priska

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