Perfektion-du kannst mich mal!…. Perfektionismus aufgeben

Perfektion Du kannst mich mal…

Ja, diesen Satz sage ich nicht, sondern würde ich gerne sagen.

Perfektionismus

Perfektion ist selbstzerstörerisch. Perfektion ist Zeitverschwendung. Wir müssen endlich damit aufhören, uns zu quälen. Das sag nicht ich das sagen Menschen, die wissen von was Sie reden. Sie haben selbst erlebt, wie selbstzerstörerisch Perfektion ist.. Wie sie uns fies ins Ohr flüstert „du bist nicht gut genug“.

Auch ich kenne mich gut aus mit dieser fiesen Stimme. Auch ich kämpfe mit ihr! Manchmal mehr, manchmal weniger.

Perfektion ist für viele eine rühmende Eigenschaft.

Perfektion ist für viele eine rühmende Eigenschaft. Wir sind stolz darauf, halten sie eigentlich für etwas Gutes. Aber Perfektion ist wie der Wolf  im Schafspelz…nett anzusehen aber auch fies und hinterhältig.

Warum ich über das Thema schreibe? Weil ich selber das Bedürfnis habe, diese fiese, kleine Schwester der Angst, loszuwerden. Einige Kämpfe hab ich bereits gewonnen, andere deprimiert, verloren. Ich kann dir also gut nachempfinden, glaub mir. Und wisst ihr was, diese Eigenschaft habe ich erst seit etwa 11Jahren.

Perfektion bei Mütter Frauen

Wieso 11 Jahren? Vor 11 Jahren war ich das erste Mal schwanger und mein Nesttrieb überkam mich plötzlich im letzten Schwangerschaftsdrittel. Nach kurzer Zeit gesellt sich auch mein neuer Freund, die Perfektion dazu. Für mein Baby nur das Beste, dachte ich mir .

Als mein kleiner Mann dann da war, schwebte ich auf rosa Wolken ☁Ab jetzt  müsste alles perfekt sein. Haushalt, Pflege des Babys etc. langsam aber stetig, ist bei mir ein hoher Anspruch an mich selbst gewachsen. Erst ganz zaghaft und unbemerkt. Danach wurde es ein Schatten, der sich auf  mich legte. Ich wollte und brauchte keine Hilfe, dachte  ich mir. Bis es dann zu einer Erschöpfungsdepression kam.

Laut Statistik trifft der Perfektionismus eher Frauen, seltener Männer. Ist ein Mann zu 45 % überzeugt, den Job gut zu machen. Dann nimmt er gerne die Herausforderung an. Während wir Frauen bei stolzen 98% immer noch zweifeln, stimmt’s? Hab ich dich ertappt?

Test:

Bin ich perfektionistisch? TEST

Tipps gegen die Perfektionsfalle

Die Psychologin Michaela Schöny gibt einige Ratschläge, wie man der Perfektionismusfalle entkommen kann:

  • Überlegen Sie sich, was passieren würde, wenn Sie diese oder jene Aufgabe nicht perfekt lösen können? Würde wirklich die Welt untergehen?
  • Schauen Sie sich einmal genau an, welche Anforderungen Sie eigentlich an sich selbst und an andere Menschen stellen. Und wägen Sie dann ab: Welche sind wichtig, und wo wäre es vielleicht angebracht, die Standards anders zu definieren. Ist es etwa wirklich so wichtig, dass die Serviette immer genau an diesem oder jenem Punkt zu liegen hat?
  • Lassen Sie am Abend ihren Tag noch einmal Revue passieren und konzentrieren Sie sich dabei auf all das, was Sie geschafft haben und was ihnen gelungen ist. Nicht darauf, was unerledigt geblieben ist oder wo Sie vermeintlich gescheitert sind.
  • Fangen Sie damit an, sich Fehler zu erlauben und sich diese auch zu verzeihen.
  • Versuchen Sie, Stress aktiv zu bewältigen – etwa mit Bewegung, Meditation, Musik – statt ihn zu verdrängen. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers!
  • Bauen Sie Ruhephasen in ihren Alltag ein, und üben Sie sich regelmäßig in Achtsamkeit. Dabei konzentriert man sich ausschließlich auf das Hier und Jetzt und fokussiert sich auf den Moment – ohne die Dinge, die gerade passieren, zu bewerten.
  • Machen Sie sich von Zeit zu Zeit bewusst, dass nicht immer alles zu 100 Prozent toll sein muss, dass es auch einmal chaotisch zugehen darf. Das bringt mehr Genuss und Gelassenheit ins Leben. Kinder sind da ein gutes Vorbild, die sind unbeschwert und auch dann glücklich und zufrieden, wenn nicht alles picobello ist.

Quelle: palverlagstangl. eu

Hey, ich hoffe das Thema hat dich angesprochen, vielleicht hab ich Dich auch zum Nachdenken gebracht,  das würde mich freuen.

Bis bald

Eure

Mission Mom

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4 Kommentare

  1. Toller Beitrag! Ich glaube ja, dass der Wunsch nach Perfektion per se nicht schlecht ist. Immerhin holt diese Vorstellung das Beste aus uns raus. Aber irgendwann sollte man – vor allem auch wir Mamas – erkennen, wann es genug ist und uns nicht kaputt machen.
    Liebe Grüße, Simone

  2. Hallo Simone, danke für deine Worte. Ja, Perfektion kann als Antrieb dienen. Aber auch zerstören.Irgendwann muss man die Grenze finde und das ist schwer. Ich arbeite daran diese Grenze zufinden. Vor allem als Mutter. Lg Emily

  3. Liebe Priska, vielen Dank für dein Kommentar. Ich denke viele Menschen scheitern an Ihren viel zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Gerade die heutigen Mütter setzen sich einem grossen Druck aus ( mich eingeschlossen) 🙈

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