Helikoptereltern

Helikopter Eltern

Sind wir selbst Helikopter Eltern? Oder liegen wir noch im Rahmen? Diese Frage haben sich wahrscheinlich schon viele Eltern gestellt und was ist überhaupt eine Helikopter Mütter / Vater?

Unter Helikopter-Eltern, auch Hubschrauber-Eltern oder als Fremdwort Helicopter Parents (engl. helicopter parents oder paranoid parents), versteht man umgangssprachlich überfürsorgliche Eltern, die sich ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu behüten und zu überwachen. Man verwendet die Metapher eines ständig um die Kinder kreisenden Beobachtungs-Hubschraubers für solche Eltern, deren Erziehungsstil durch Überbehütung und exzessive Einmischung in die Angelegenheiten der Kinder oder Heranwachsenden geprägt ist. Bezogen auf die Elternteile spricht man von Helikopter-Müttern und Helikopter-Vätern.

Definition: Wikipedia

 

Welches Verhalten zeigen typische Helikopter-Eltern?

Die eigenen Kinder in den ersten Jahren zu behüten, ist natürlich nichts Verwerfliches. Für die Kinder da zu sein, wenn sie einen brauchen, sollte für Eltern selbstverständlich sein. Doch wenn die elterliche Fürsorge in eine Überfürsorge ausartet, hilft das dem Kind nicht weiter. Ein typisches Verhalten von Helikopter-Eltern ist beispielsweise:

Sie bringen die Kinder zur Schule, zum Sport, zum Musikunterricht und holen sie auch wieder ab (oder warten gleich dort), auch wenn die Kinder alleine gehen könnten.

Sie überwachen die schulischen Leistungen und suchen oft das Gespräch mit den Lehrern.

Sie stellen hohe Ansprüche an ihr Kind, schließlich soll es einen guten Schulabschluss machen und später erfolgreich sein.

Sie erfüllen ihrem Kind jeden Wunsch.

Sie mischen sich in die Wahl der Freunde des Kindes ein.

Ihr Kind steht für sie immer im Mittelpunkt.

Im Haushalt müssen ihre Kinder nicht mithelfen, und auch sonst werden ihnen sämtliche Aufgaben abgenommen.

Sie sind überängstlich und greifen vorzeitig in Situationen ein, in denen ihr Kind sich selbst behaupten sollte.

Auf dem Spielplatz spielen sie immer mit ihrem Kind, statt es mit anderen Kindern toben zu lassen.

Sie organisieren den Tagesablauf ihrer Kinder bis ins kleinste Detail, so dass wenig Freizeit zum Spielen bleibt.

Quelle: https://www.sinnsucher.de/

Jetzt ist das anders je älter meine Kinder werden desto eher frage ich mich „Was ist wichtig um mein Kinder zu starken und lebensfähigen Erwachsenen zu machen“?

Wie werden sie in 10 oder 20 Jahren sein? Kommen Sie durchs Leben ? Können sie mit Enttäuschungen und schlechten Zeiten umgehen ?

Unsere Kinder  werden begleitet aber nicht nur in Kindergarten sondern

  • Zum Schulanfang
  • Zu Spielverabredungen
  • Zum Kinderturnen
  • Zum Bewerbungsgespräch
  • Zur Besichtigung der Uni

 

STOPP wer findet den Fehler ?

Ich finde bei der Aufzählung alles in Ordnung ,Kinder brauchen ihre Mutter/Eltern .

Bei den letzten zwei Punkten muss ich aber verständnislos den Kopf schütteln.

Bin ich im falschen Film, wohl eher in einer falschen Zeit.Was ist passiert?

Ich weiss es hört sich provokativ an und ich möchte niemand beleidigen.

Aber mittlerweile ist es gang und gebe sein Kind ins Bewerbungsgespräch zu begleiten.

Ich stelle mir das furchtbar vor.Ich hätte niemals begleitet werden wollen von meiner Mutter!

Heute ist es normal das es Infoveranstaltungen für Eltern gibt die die Unis organisieren.

Und wisst ihr was  Das Thema ist ein Renner, mittlerweile gibt es solche Veranstaltungen an mehreren Hochschulen.

Eigentlich müsste es dann heissen „Wir studieren Medizin „und nicht.Mein Sohn studiert Medizin.

Der Trend kommt aus der USA. Bei uns hat es sich erst langsam eingebürgert.

1997 war Freiburg die erste Uni die Infoveranstaltungen für Eltern abhielt.

Wir nehmen unsere Kinder an die kurze Leine, räumen ihnen alle Steine aus dem Weg. Möchten sie vor allem Unheil bewahren ( und ich gebe zu auch ich würde das am liebsten).

ABER DAS IST SICHER NICHT DER RICHTIGE WEG!!!


Als ich klein war fühlte sich das Leben noch lebendig an.Wir spielten stundenlang im Freien im Wald ohne GPS Tracker 😉

Wir erledigten unsere Hausaufgaben selbständig, bis auf ein paar Aussnahmen.

Wir machten unsere eigenen Erfahrungen und wenn wir hinfielen dann standen wir wieder auf.

Heutzutage ist Mami schon ums Eck mit dem Pflaster in der Hand.

Zu diesem Thema hab ich schon einmal einen Artikel verfasst Helikopter Eltern

Ich finde das Thema spannend,beängstigend  und faszinierend zugleich deswegen möchte ich eine kleine Artikel -Serie daraus machen.

Diese erscheint wöchentlich.

Wie seht ihr das ? Ist das eine problematische Entwicklung?

Oder findet ihr alles halb so schlimm ?

Über Kommentare würde ich mich freuen….über ein Like natürlich auch 😉

6 Kommentare

  1. Eltern beim Bewerbungsgespräch? Nein. Man begleitet sie eventuell, den Weg zum Gespräch sollten sie alleine gehen. Schöner Beitrag. Liebe Grüße Maren ?

  2. Gut geschrieben und alles gesagt. Es gibt Gelegenheiten wo man Kinder begleitet und Termine wo man es besser lässt.
    Als Jugendlicher wollte mir eine Tante meine erste Arbeitsstelle vermitteln (Einschleusen?). Ich habe mir lieber selber was gesucht, da stehe ich heute noch dazu.
    Das wird nicht jeder verstehen, aber ich verhalte mich nunmal nicht wie jeder. ?

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